Radfahren und Wandern in der Prignitz
Die Bischofstour (95 km) führt von Havelberg (Dom St. Marien 1170) über Bad Wilsnack (Wunderblutkirche St. Nikolai), weiter über Kletzke, Hoppenrade, Lindenberg (Museumsbahn Pollo), Pritzwalk (gotische St. Nikolai Kirche), Heiligengrabe (vollständig erhaltenes Zisterzienser-Frauenkloster) bis nach Wittstock.
Die Gänsetour (80 km) führt entlang der Stepenitz auf den Spuren des altehrwürdigen Adelsgeschlecht der Edlen Herren Gans zu Putlitz, das eine bedeutende Rolle bei der Kolonisierung und Christianisierung der Prignitz spielte. Sie gründeten u. a. die Städte Wittenberge, Perleberg und Putlitz. Ihre Herrensitze sind die Stationen der Tour von Wittenberge nach Meyenburg.
Der Elberadweg (89 km) durch die Prignitz
Der Brandenburger Teil des 860 km langen internationalen Elberadweges verläuft zwischen Havelberg und Dömitz meist auf dem Deich von Elbe und Havel. Im europäischen Storchendorf Rühstädt brüten jährlich über 40 Storchenpaare. In der Burg Lenzen informieren Ausstellungen über Leben und Natur am großen Strom. Der Rundblick vom Burgturm reicht über vier Bundesländer.
Die Naturerlebnisroute entlang des Elberadweges
Die Naturbeobachtungspunkte im UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Brandenburg bieten interessante Ein- und Ausblicke in die einmalige Natur in den Elbauen.
Vom ehemaligen Grenzturm lassen sich viele Vogelarten beobachten. Oder man kann das Leben der Insekten in einer alten Kopfweide unter die Lupe nehmen.
Der Pilgerweg (130 km) Müde Füße – leichte Seele
Auf diesen Weg machten sich bereits vor 500 Jahren jährlich Tausende von Pilgern auf, um ihr Heil zu suchen. Nicht nur Rom, Santiago de Compostela und all die bekannten Namen waren Wallfahrtsziele des Mittelalters und sind es bis heute geblieben. Auch nach Wilsnack kamen jedes Jahr Pilger aus ganz Nord- und Mitteleuropa und machten es zum drittgrößten Wallfahrtsziel (Wunderblutkirche) in Europa.
Zugleich löste der Wunderblutkult einen heftigen Streit unter der geistlichen Elite Europas aus, bis im Zuge der Reformation die Hostien verbrannt wurden. Zwar versiegte damit der Wallfahrtsstrom, jedoch hinterließen die Pilger Spuren auf Ihrem Wege nach Wilsnack.
Der Weg beginnt am S-Bahnhof Henningsdorf und verläuft auf überwiegend gut passierbaren, naturbelassenen Feld- und Waldwegen bzw. entlang verkehrsarmer Landstraßen u. a. über Flatow, Fehrbellin, Wusterhausen, Kyritz, Rehfeld/Berlitt, Plattenburg nach Bad Wilsnack.
Reitwanderweg
2005 wurde der neue Reitwanderweg zwischen Redefin und Neustadt/Dosse in Lenzen (Ortsteil Eldenburg) eröffnet. Der Reitwander- und Kutschierweg führt ca. 120 km durch die brandenburgischen Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz sowie 40 km durch den mecklenburgischen Landkreis Ludwigslust bis nach Redefin. Die Strecke folgt dem alten Postkutschenweg Berlin-Hamburg.
Auf dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt Neustadt/Dosse ist die Pferdezucht seit 220 Jahren verwurzelt. Das staatliche Landgestüt Redefin wurde 1812 gegründet.

